Bericht zur Frühjahrskörung
firlefanz_ehrung_inet.jpgRassevielfalt pur war am ersten Februarwochenende wieder einmal angesagt in München-Riem. Die neu renovierte Olympia-Reithalle stellte die richtige Kulisse für die hohe Qualität des diesjährigen Körlots, insbesondere bei den Freizeit- und Sportponys.

 

 

                                               - Siegerhengst Freizeitponyrassen Farbenfrohs Firlefanz -

                                                                                                                                                    Foto: Ponader

Insgesamt stellten sich 35 Köraspiranten der Kommission. Bei den Freizeitponyrassen wurden von insgesamt neun Hengsten vier gekört, einer anerkannt. Sieger und Reservesieger verließen den Ring als frisch gekürte Prämienhengste.

Bei den Sportponys traten elf Kandidaten – darunter acht Deutsche Reitponys, ein Welsh-D-Hengst und ein Connemara-Pony – an. Sieben davon wurden gekört, Sieger und Reservesieger erhielten eine Prämie.

Die 15 Vertreter der Spezialrassen teilten sich auf in vier Friesen, einen Achal Tekkiner, einen Tinker, einen Bosniaken, zwei bereits in Spanien gekörte Pura Raza Espanola-Hengste, zwei Lippizanerhengste, ein Quarter-Horse, einen Isländer und einen bereits im Distanzssport erfolgreichen Karabagh-Hengst. Davon wurden sechs gekört, vier anerkannt.

Bewegungsstarke Freizeitponyrassen

Farbenfrohs Firlefanz     Foto: Ponader

Farbenfrohs Firlefanz Trab 

Fürst Farbenfroh stellte in diesem Jahr mit dem Deutschen Partbred Shetland Pony Farbenfrohs Firlefanz (Z. u. B.: A. Nieberle, Kaufbeuren) den überlegenen, prämierten Siegerhengst der Freizeitponys. Der Braunfalbe konnte mit Höchstnoten aufwarten: Neben seinem ausgesprochen gut konstruierten Körperbau, wurde er für seinen Trab mit einer „10“ ausgezeichnet. Der Galopp wurde mit sehr gut, der Schritt mit gut bewertet.

Auch der Reservesieger Gentleman-Fruit (Z. u. B.: G.Schaubmair, Kaltental), ein sehr typvolles, fuchsfarbenes Shetland Pony mit  hellem Behang, wusste sich schwungvoll zu bewegen. Er wurde ebenfalls Prämienhengst.

Sportponys: Interessantes Blut für Bayern

Barbara's Beau  Foto: Ponder

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 Bei den Sportponys konnten ausgesprochen interessant gezogene Reitponys für die bayerische Ponyzucht gewonnen werden; so beispielsweise FS Dancing Boy vom Bundesprämienhengst FS Don’t Worry (Z: Ferienhof Stücker, B: W.Scholz, Eggenfelden), ein Halbbruder zum Bundesprämienhengst FS Champion de Luxe, oder der ansprechende Falbhengst Best Derano Design (Z. u. B.: Ute Donandt, Oberding), ein Sohn des Derano Gold, gezogen aus der Donandtschen Ausnahme-Zuchtstute Silva.

Siegerhengst der Sportponys wurde Barbara’s Beau, der erste gekörte und prämierte Billy the King-Sohn (Z. u. B.: Barbara-Elisabeth von Stetten, Seeg). Der modern aufgemachte Hengst fiel mit einer ausgesprochen ansprechenden Bewegungsmechanik und einem sehr geschicktem und vermögendem Springen auf.

Der gekörte und ebenfalls prämierte Welsh Cob Hengst Meisterhofs Porthos (Z. u. B.: Rupert und Marianne Nutz, Teisendorf) wurde Reservesieger. Ein typvoller und ansprechender Hengst, der mit einer sehr schönen Bergauf-Galoppade auffiel.

Ein brauner Lippizaner ist Spezialrassen-Sieger

Maestoso Tuja I  (Maestoso X-15)

 Foto: Ponader 

maestoso_schrpe_inet.jpgSieger der Spezialrassen wurde ein prämierter, brauner, bereits zwölfjähriger Lipizzanerhengst von Maestoso X Mahonia aus einer Neapolitano VIII-Tochter (Z: Staatsgestüt Topolcianky, B: Jutta Wiesner, Berkheim). Dieser sehr solide Hengst wurde bereits 2004 in Österreich gekört. Er bringt viel Harmonie mit und präsentierte sich elastisch und locker in den Bewegungen.

Der Titel des Reservesiegers ging an den Friesenhengst Zeno vom Wendelstein (Z. u. B.: Franz-Xaver. Obermair, Gerolsbach), der Vollbruder des bereits gekörten Sander vom Wendelstein, der im letzten Jahr überlegen und mit Höchstnoten seine Hengstleistungsprüfung in München-Riem absolvierte. Auch der ausdrucksvolle Zeno vom Wendelstein fiel mit seinen ergiebigen und ansprechenden Bewegungen auf.

Bleibt nun zu hoffen, dass die frisch gekörten Hengste von den bayerischen Stutenbesitzern die Chance erhalten, auch ihre Vererberqualitäten unter Beweis zu stellen. Vielleicht sehen wir auch den ein oder anderen Deutschen Reitponyhengst auf dem Bundeschampionat in Warendorf wieder.  

 
Claudia Sirzisko/ekp